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Do 23.10.2003 20:00

THE GLORY GOSPEL SINGERS aus New York in der Gerstunger Kirche

Bereits seit 1996 kommen die Glory Gospel Singers aus New York regelmäßig nach Deutschland, um mit eindrucksvollen Programmen ihr Publikum zu begeistern. Heute sind sie aus der hiesigen Konzertwelt nicht mehr wegzudenken. Das sechs- bis siebenköpfige Ensemble wird auch in diesem Jahr wieder in Europa konzertieren, und die Lebendigkeit der schwarzen amerikanischen Kirche in der sogenannten alten Welt glaubhaft darstellen.

Die Glory Gospel Singers sind eine Formation der besten Sänger des "WWRL Community Chorale", der 1985 von ca. 70 Sängern aus zahlreichen New Yorker Gemeinden gegründet wurde. Die musikalische Leiterin, Phyliss McKoy Joubert, stellt für jede Tournee die Stimmen und das Programm zusammen, damit die ausdrucksstarken Solisten vollkommen harmonieren.
Die Glory Gospel Singers treten besonders gerne in Kirchen auf, da sie hier ein Publikum vorfinden, das ihren Glauben an Gott teilt und die Echtheit ihrer Gefühle erkennt. Seit dem Herbst 1999 zeigt der Chor immer mal wieder in den großen Konzertsälen Deutschlands, dass er nicht nur in Gotteshäusern überzeugen kann, sondern auch auf der weltlichen Konzertebene Publikum und Kritik für sich einnehmen kann.
Die Glory Gospel Singers stehen für Authentizität und Ehrlichkeit, ob auf der Bühne des Leipziger Gewandhauses oder in einer kleinen Dorfkirche.
Die Chorleitung
Die 1954 in Harlem geborene Phyliss McKoy Joubert ist Leiterin des großen WWRL Community Chorale, musikalische Leiterin des Gospel-Radiosenders "Radio 16" in New York sowie musikalischer Kopf der Glory Gospel Singers, für die sie auch Organisation und Management ("McKoy Joubert Enterprises") übernimmt. In den USA ist sie als "Religious Marketing Specialist" bekannt. McKoy Joubert sang bereits in zahlreichen Fernseh- und Rundfunksendungen und für viele Plattenaufnahmen. Sie erhielt Auszeichnungen und Preise, darunter den "Founder and Director Award" für ihre Arbeit mit dem WWRL Community Chorale und auch den "Black Music Caucus Educators Award" für ihre musikpädagogischen Tätigkeiten und Workshops. Die Teilnehmer ihrer Workshops wissen die Natürlichkeit und Herzlichkeit der charismatischen Künstlerin zu schätzen. 1999 hat z.B. der "Münchner Merkur" einen Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich Münchener Chöre beteiligen konnten, die mit den Glory Gospel Singers unter der pädagogischen Leitung von Phyliss McKoy Joubert singen und die Profis hautnah erleben wollten. Alle Teilnehmer waren restlos begeistert und fühlten sich durch das Projekt für die eigene Chorarbeit beflügelt. Als Solistin trat McKoy Joubert bereits in der Avery Fisher Hall, der Carnegie Recital Hall und am Lincoln Center erfolgreich auf.

DIE LIEDER DER SKLAVEN
Die Anfänge der afroamerikanischen Musik sind unlösbar mit der Sklaverei verwoben, die zwischen dem 17, und 19. Jahrhundert viele Millionen Menschen auf schlimmste Art und Weise von Afrika noch Amerika brachte. Der Verlust der Familienbande und des reichen afrikanischen Sozialgefüges in den Stämmen führte zu unerträglicher Isolation.

In völliger Unterdrückung lebend wurde der Gesang zum einzigen Ventil für die Sklaven, um der Sehnsucht noch der verlorenen Heimat Rechnung zu tragen. Die Tänze und Lieder wurden den Sklaven nicht genommen, da sie einerseits zur Unterhaltung der Weißen dienten, andererseits auch die Sklaven ruhig stellten, die sich beim Tanz abreagieren sollten und damit ungefährlicher schienen,

Die Musik einte die Schwarzen, half die Müdigkeit und Eintönigkeit der Arbeit zu ertragen und was den weißen Herren nicht gefallen konnte diente der Kommunikation untereinander. Die Gesänge wurden Ausdruck innigen Glaubens und der Hoffnung auf Freiheit, genauso wie Mittel zur Nachrichtenübermittlung, Fluchtwege, Personenbeschreibungen und Informationen konnten, in einem Lied versteckt" offen ausgesprochen werden, ohne dass Bestrafungen befürchtet werden mussten,

Spirituals; sind als geistliche Volkslieder zu verstehen. Das wohl bekannteste Lied dieser Gattung ist "Go down Moses~ In der Regel sind diese Lieder rhythmisch stark betont, weil rieben dem Gesang in dem Kirchen der Schwarzen auch der Tanz eine wichtige Rolle spielte. Die Texte handeln bevorzugt von Befreiung und stammen direkt aus der Bibel.

Seit den 70er Jahren des 18, Jahrhunderts begannen Schwarze eigene Kirchengemeinden zu organisieren, Ein besonders wichtiges Prinzip ihres Gesangs wurde das ´call and response' Prinzip, bei dem der Vorsänger eine Zeile singt und die Gemeinde diese wiederholt, so dass jeder Einzelne um gemeinschaftlichem Singen teilnehmen konnte, denn Mitsingen war die Voraussetzung für die angestrebte intensive bis ekstatische Atmosphäre der Gottesdienste.
Im Laufe der Zeit vermischte sich afrikanischer Gesang mit der Kultur der europäischen Siedler, Gospel wie wir ihn heute verstehen, entstand etwa Anfang des 20. Jahrhunderts in den schwarzen Großstadt Ghettos. Daher ist das Wort Harlem für uns beinah gleichbedeutend mit dieser Liedertradition Neben Gospels entstanden Blues und Jazz gleicherorts und sind die Wurzel der modernen Musik bis hin zu HipHop und Rap.
The Glory Gospel Singers

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